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BRAUNSCHWEIG
Kurzinfo; GIF, 17kB

Das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig
mit der Burg Dankwarderode

Das Herzog Anton Ulrich-Museum gehört zu den großen Sammlungen alter Kunst in
den nördlichen Ländern der Bundesrepublik Deutschland.
Internationale Kunstwerke
von der Antike bis zur Moderne repräsentieren eine Zeitspanne von über 3000 Jahren,
sodass mit Recht von einem Universalmuseum gesprochen werden kann. Das Museum
trägt den Namen seines Sammlungsgründers, des Welfenherzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg (1633-1714).

Permoser: Büste Herzog Anton Ulrichs; JPG, 35 kB

Balthasar Permoser (1651-1732) Bildnis Herzog Anton Ulrichs Alabaster, Höhe 76 cm Inv. Nr. Ste 5
Dieser erwarb den bedeutendsten Teil der vielfältigen hochrangigen Bestände: die wertvollsten Gemälde – darunter Bilder von Giorgione, Rubens, Rembrandt und Vermeer van Delft – die größte Sammlung italienischer Majolika – Geschirre nördlich der Alpen, die über zweihundert Exemplare französischer Emailmalerei und die beachtliche Kollektion ostasiatischer Kunstwerke.


Diese Schätze befinden sich seit 300 Jahren in Braunschweig. Anton Ulrich bewahrte sie in seinem zu Zeiten Napoleons zerstörten Lustschloss Salzdahlum. Sein Großneffe Herzog Carl I. eröffnete 1754 das „Kunst- und Naturalienkabinett“, das erste öffentlich zugängliche Museum des Kontinents – zeitgleich mit dem British Museum in London (1753, eröffnet 1759). Ausgestellt waren hier die Bronzestatuetten, die Kunstkammerobjekte, die Kunstmöbel, die Elfenbeinschnitzereien, die Antiken, die Majoliken, Emails und Ostasiatika. Carl bereicherte die Galerie – damals noch in Salzdahlum – vor allem um niederländische Landschaften und Stillleben und gründete das Kupferstichkabinett.


  Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts nahm man die Sicherstellung mittelalterlicher
Kunst aus Kirchen Braunschweiger Landes auf. So entstand die kostbare Mittelaltersammlung, verwahrt in der Burg Dankwarderode. Zudem wurden Fürstenberger Porzellane aus der landeseigenen Manufaktur, wie auch im 20. Jahrhundert eine reiche
Spitzensammlung angekauft. In den letzten 10 Jahren konnten u.a. bedeutende Gemälde
aus dem 15. Jahrhundert, ein Selbstbildnis von Ludger tom Ring d. J. und herausragende
graphische Künstlerselbsbildnisse der Moderne erworben werden. Gerade im Bereich der Graphik wurden dem Museum bedeutende Privatsammlungen überlassen, u.a. seit 1996 die Sammlung Hausmann (Aquarelle und Zeichnungen des 19. Jahrhunderts).


Derzeit überlagert eine große Baumaßnahme die Aktivitäten des Museums. Am 25. April 2008 erfolgte der symbolische Spatenstich u.a. durch Ministerpräsident Christian Wulf; seit 2. Juni sind die Baumaßnahmen angelaufen.
Voraussichtlich im Jahr 2010 wird der neue Funktionsbau mit Depots, Bibliothek, Werkstätten, Verwaltung, Cafeteria usw. zur Verfügung stehen. Das Altgebäude, errichtet 1884-87, wird dann auf den Ursprungszustand zurückgebaut und nach Renovierung den modernsten Ausstellungstechniken Genüge leisten. Die Eröffnung der völlig neu eingerichteten Ausstellungsräume wird voraussichtlich 2013 stattfinden. In der Burg Dankwarderode werden in der Zwischenzeit Meisterwerke aller Sammlungen in Auswahl präsentiert.


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Herzog Anton Ulrich-Museum, Kunstmuseum des Landes Niedersachsen
Museumstraße 1 D-38100 Braunschweig Telefon (0531) 12 25 0 Telefax (0531) 12 25 24 08



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