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BRAUNSCHWEIG

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Konservieren und Restaurieren

in zwei Restaurierungsateliers mit den Schwerpunkten:

Gemälderestaurierung; JPG, 19 KB Gemälderestaurierung

Zunächst wurde die Pflege der Gemälde durch Galerieinspektoren besorgt, die meist selbst Maler waren. Seit dem 19.Jahrhundert zog man auch auswärtige Restauratoren hinzu. Zur Betreuung der heute mehr als 1300 Gemälde, von denen aus Raummangel nur etwa 350 gezeigt werden können, wurde 1950 eine eigene Werkstatt im Museum eingerichtet. Sie ist heute mit zwei angestellten Restauratoren und je zwei Praktikanten besetzt. Hauptaufgabe ist das Erhalten, d.h. das Konservieren von originaler Substanz. Durch Alterung und äußere Einwirkung entstandene Schäden an den Gemälden werden, so weit möglich, schonend behoben und die angewandten Maßnahmen genau dokumentiert. Zur Untersuchung stehen Mikroskop, UV, Infrarot und Röntgen zur Verfügung. Um Alterungsprozesse zu verzögern, werden in den Schausammlungen und Depots ständig Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrolliert und schädliche Einflüsse von Licht und Luftverschmutzung möglichst eingedämmt. Zu den Aufgaben gehören ferner Gemäldebegutachtungen, speziell vor Ankäufen, und die Betreuung (Ein- und Auspacken, Kontrollen) von Leihgaben bei Sonderausstellungen und für den Leihverkehr.



Textilrestaurierung

Ein Atelier für Textilrestaurierung mit einer angestellten Restauratorin und einer Volontärin wurde 1985 eingerichtet. So wird die angemessene Betreuung der bedeutenden Sammlung mittelalterlicher Textilien - Kaisermantel Ottos IV., Meßgewänder, Altarverkleidungen etc. - und der 1941 erworbenen kostbaren Sammlung flandrischer und italienischer Klöppel- und Nadelspitzen des 16. bis 18.Jahrhunderts sichergestellt. Alle erforderlichen Geräte zur Analyse, Reinigung und Färberei für fundierte Restaurierungskonzepte und eine angemessene Durchführung stehen zur Verfügung. Alle Maßnahmen werden vollständig dokumentiert.


Möbelrestaurierung

Das Arbeitsfeld der Möbelrestaurierung konzentriert sich auf die konservatorische/ restauratorische Erfassung und Bearbeitung der herzoglichen Möbelsammlung. Hervorragende Stücke wie z.B. ein Kabinett von Henry van Soest oder Kunstwerke von Ulrich Baumgartner, werden hier unter Zuhilfenahme von naturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden konserviert.
Eine Besonderheit besteht darin, dass aufgrund von speziellen Kenntnissen in dieser Werkstatt auch die bedeutende ostasiatische Lacksammlung betreut werden kann.
Diese sehr empfindlichen Lackkunstwerke verlangen in der Konservierung ein Eingehen auf die materialspezifischen Besonderheiten und Probleme, Verständnis für die ostasiatischen Techniken, sowie den Ausbau der sehr wichtigen präventiven Maßnahmen.
Restauratorin: U. Gaßner, Dipl. Rest.(FH)

Abbildung:
Kindbettschatulle vermutlich
U. Baumgartner, 1. Viertel 17.Jh.


Aufnahme der Schatulle unter UV-Angregung, es sind verschiedenfarbige fluoreszierende Lackschichten zu sehen.


 



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